Winter: im besten Fall Kälte, Schnee und Eis mit Sonnenschein. Oft aber auch nass und einfach nur ungemütlich. Natürlich ist es zu dieser Jahreszeit toll mit dicken Socken, auf dem Sofa, gemütlich in eine Decke gehüllt vor dem Kamin oder im Kerzenschein zu sitzen und einen Becher Tee zu trinken. Das gehört zur kalten Jahreszeit einfach dazu. Genauso wie sich draußen bei einem Spaziergang in der Kälte mollig warm einzupacken.

Der Frühling ist fast greifbar, aber eben noch nicht da. Frieren gehört bei vielen also noch oft dazu in den nächsten Wochen. Frierst Du oft? Frierst Du auch wenn es immer Zimmer schon recht warm ist und es anderen vielleicht schon zu warm wird? Gehörst Du zu den Menschen, die den Zwiebellook immer mit extra vielen Lagen tragen müssen, um nicht zu frieren?

Warm Durch Essen? Ja, das geht! Es gibt Lebensmittel, die dem Körper wärmende Energie zuführen und Lebensmittel, die kühlende Auswirkungen haben. Ich habe Dir hier sechs wertvolle Tips aus der Ernährung zusammengestellt, die Dir helfen können, dass Du Dich wärmer fühlst.

♥︎ Verzichte auf Zitrusfrüchte

♥︎ Wärmende Obst- und Gemüsesorten

♥︎ Wärmende Zubereitung von Lebensmitteln

♥︎ Wärmende Gewürze und Kräuter

♥︎ Warmes Frühstück für einen warmen Start in den Tag

♥︎ Wärmende Getränke

1. Verzichte auf Zitrusfrüchte

Im Herbst und im Winter findest Du sie überall. Orangen, Mandarinen, Grapefruit, Clementinen und Co. Sie sind wertvolle Vitaminbomben und ein frisch gepresster O-Saft am Morgen ist herrlich. Wenn Du häufig frierst, solltest Du jedoch versuchen Dir Deine Vitamine lieber aus anderem Obst und Gemüse zu holen. Zitrusfrüchte sind zwar sehr gesund, haben aber alle eine kühlende Wirkung auf den Organismus. Nicht umsonst kommen sie aus Ländern, in denen es sehr warm bis heiß ist, so dass ihre kühlende Wirkung dort sehr praktisch ist.

2. Wärmende Obst- und Gemüsesorten

Jedes Lebensmittel hat entweder wärmende oder kühlende Energie. So wie die Zitrusfrüchte eine kühlende Wirkung haben, gibt es auf der anderen Seite die Lebensmittel, die wärmende Energie spenden.

Oft kann man auch auf die saisonale und regionale Lebensmittelauswahl achten. Was bei uns im Herbst und Winter wächst, hat meist auch eine wärmende Wirkung. Allerdings hat z.B. der Apfel, der im Herbst Saison hat eine kühlende Wirkung. Da gibt es aber Abhilfe: Dünste ihn ein wenig in Ghee oder dämpfe ihn in wenig Wasser. Dann gib etwas Zimt darüber. Sehr lecker als Frühstück oder als kleiner Nachtisch!

Obst: Granatapfel, Pflaume, Zwetschke, sehr gut in gedörrter Form: Aprikose, Feige, Dattel (achte darauf, dass das Obst ungeschwefelt und ungesüßt ist)

Gemüse: Bohnen grün, Erbsen, Fenchel, Lauch, Karotten, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Kürbis, Rosenkohl, Rotkraut, Steckrüben, Weißkraut, Zwiebel

3. Wärmende Zubereitung von Lebensmitteln

Rohkost und Salate enthalten besonders viele Vitamine und gelten deshalb als sehr gesund. Es gibt jedoch viele Menschen, die Rohkost nicht besonders gut vertragen, weil ihr Darm Schwierigkeiten hat die rohen Speisen zu verdauen.

Auch wenn Du Rohkost und Salate ohne Probleme verträgst, Du aber zu den Menschen gehörst, die leicht frieren, ist es eine Überlegung wert, in der kalten Jahreszeit weniger Rohkost und Salate zu Dir zu nehmen, diese mit warmen Speisen zu kombinieren oder sogar ganz darauf zu verzichten.

Dein Körper tut sich leichter, erwärmte Speisen zu verdauen. Die Zubereitung der Lebensmittel ist wie eine Art Vorverdauen und Dein Körper muss weniger Energie in die Verdauung stecken und hat mehr Energie um Deine Körpertemperatur zu regeln.

Optimal ist es schonende Garmethoden wie Dämpfen, Dünsten oder nur kurz in wenig Wasser kochen anzuwenden, damit möglichst viele Vitamine erhalten bleiben.

Tipp: Gieß die Garflüssigkeit vom Kartoffeln, Erbsen, Kohlrabi, Möhren etc. kochen nicht weg, sondern fülle es in ein Glas, stelle es nach dem Abkühlen in den Kühlschrank und nimm es als Wasser für Deine nächste Suppe, Eintopf oder Brot (so entstehen bei uns die farbigen Brote ;-)). Auf diese Weise sind die wasserlöslichen Mineralstoffe und die weniger hitzeempfindlichen Vitamine dann in Deinem nächsten Gericht. Nutze diese Garflüssigkeit jedoch so bald wie möglich und bewahre sie nur ein paar Tage auf.

4. Wärmende Gewürze und Kräuter

Gewürze und Kräuter sind eine feine Sache. Sie machen alle Speisen gleich viel köstlicher, man kann weniger Salz nutzen und sie enthalten viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Nutze in dieser Jahreszeit Gewürze, die eine wärmende Wirkung auf Deinen Organismus haben.

Ich habe hier eine Liste zusammengestellt. Bestimmt sind auch Gewürze und Kräuter dabei, die Dir gut schmecken.

Gewürze: Cayennepfeffer, Curry, Ingwer (am besten frisch), Knoblauch (am besten frisch), Kümmel, Kurkuma, Mohn, Muskat, Nelke, Zimt

Achtung! bei Curry handelt es sich nicht um ein Gewürz, sondern um eine Gewürzmischung. Nutze am besten ein Currypulver, das keine künstlichen Zusatzstoffe enthält oder nutze einfach nur Kurkuma, das die Grundlage eines jeden Currygewürzes ist.

Kräuter: Basilikum, Koriander, Lorbeer, Majoran, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch, Thymian

Tipp: Gewürze können ihre Aroma- und Wirkstoffe noch besser entfalten, wenn du sie vor der Verwendung ein wenig in heißem Fett erwärmst. Erwärme z.B. in einem kleinen Topf etwas Butter, Ghee, Kokosöl oder Rapsöl und Gewürze dazu. Der Duft der jetzt verströmt ist schon herrlich. Dann gib diese Mischung in Deinen Eintopf, Deine Suppe, Deine Bolognese, Deine Gemüsepfanne oder was auch immer Du gerade kochen möchtest und lasse alles weiter köcheln wie gewohnt.

Die Kräuter kannst Du frisch, getrocknet oder gefroren zu Deinen Gerichten geben. Frisch schmecken sie auch sehr lecker direkt von der grünen Kräuter Theke über das Käsebrot, die Suppe, das Salamibrötchen oder die dicke Avocadostulle (made by P.K.)…

5. Warmes Frühstück für einen warmen Start in den Tag

Leckeres und gesundes Frühstück: Joghurt, Quark oder Milch mit selbst gemachten oder gemischten Müsli. Milch und Milchprodukte haben eine kühlende Wirkung auf den Organismus. Deshalb besser kein Joghurt zum Frühstück, wenn Du leicht frierst, sondern lieber etwas Warmes, um deinen Körper von innen zu wärmen.

♥︎ Warmer selbst gemachter Milchreis mit Zimt ist wiederum in Ordnung und gleichzeitig gutes Seelenfutter an einem grauen, trüben Wintertag.

♥︎ Oder noch Pfannkuchen vom Vortag über? Mache sie in der Pfanne wieder warm und genieße sie mit der warmen Apfel-Zimt Mischung.

♥︎ Porridge – der Klassiker aus Haferflocken. Ich mache es mir gerne mit Zimt, gedünsteten Äpfeln und gerösteten Mandeln.

♥︎ Keine Zeit morgens? Mache Deine Milch für das Müsli warm (einmal kurz aufgekocht und sie ist noch besser zu vertragen) und gib etwas Zimt in Deine Müsli-Mischung. So machen das meine Kinder auch häufig.

♥︎ Ich röste mir einfach ein paar Mandeln oder Walnüsse in der Pfanne (ohne Zugabe von Fett). Danach in etwas Ghee den Apfel mit Zimt wie oben beschrieben und mische das ganze z.B. mit klein geschnittenen Dörraprikosen, Rosinen oder Dörrpflaumen und etwas klein geschnittener Banane oder Granatapfelkernen. Darüber 1-2 Esslöffel Erdmandelflocken und ich bin den ganzen Vormittag satt. Dieses Frühstück ist ohne Milch oder Ähnliches zwar sehr trocken, aber ich mag es so sehr gerne. Wenn es Dir zu trocken ist, gebe ganz nach Geschmack etwas Apfelsaft in die Apfelpfanne

♥︎ Suppe zum Frühstück ist auch eine Alternative. Z.B. Gemüsesuppe – sie ist auch warm und man hat gleich eine extra Portion Gemüse am Morgen. In asiatischen Ländern ist Suppe zum Frühstück Gang und Gebe. Ich gebe zu, mein Fall ist es nicht, aber vielleicht hat der eine oder andere Lust, es zu probieren.

6. Wärmende Getränke

Ein heißer Tee tut gut nach dem Winterspaziergang. Er wärmt die Hände und von innen. Da der Körper jedoch im Winter ohnehin mehr Energie aufwenden muss, um die Körpertemperatur zu halten, sollten sowohl sehr heiße als auch sehr kalte Getränke wenig genossen werden. Gerade dann, wenn Du leicht frierst. Stattdessen bevorzuge zimmer- oder körperwarme Getränke oder z.B. Tee und Kaffee so, dass Du sie gut trinken kannst nicht zu heiß.

Meide Pfefferminztee im Winter. Pfefferminze hat eine kühlende Wirkung. Probiere stattdessen Fencheltee, Ingwertee, Fünf-Elemente-Tee oder Yogi-Tee. Oder bereite Dir gleich morgens 1 Liter Ingwerwasser zu, das Du in eine Thermoskanne füllst und über den Tag verteilt trinkst.

Gleich nach dem Aufstehen und ungefähr eine halbe Stunde vor dem Frühstück tut ein Glas sehr warmes Wasser sehr gut. Es kurbelt den Stoffwechsel an und bringt Deine Verdauung und Deinen ganzen Körper auf Trab.

Das waren jetzt ganz schön viele Informationen auf einmal. Es ist nicht notwendig alles umzusetzen und komplett auf kühlende Lebensmittel zu verzichten. Versuche es zunächst mit einigen wenigen Dingen, die Dich sofort ansprechen. Meistens ist das dann auch das Richtige für Dich. Vielleicht helfen Dir die Ideen weniger zu frieren. Höre darauf, wie Dein Körper reagiert. Wenn Du magst, teile mir Deine Erfahrungen sehr gerne mit. Ich bin gespannt darauf.

ALLES LIEBE! DEINE ANNE

P.S. Viele dieser Informationen stammen aus dem indischen Ayurveda und der Fünf-Elemente-Ernährung der Traditionellen Chinesischen Medizin. Mehr Informationen dieser Ernährungslehren findest Du bald bei GUTE MISCHUNG.

2 Antworten auf „Warm im Winter“

    1. Schön! Der allererste Kommentar zu meiner Seite 🙂 DANKE!

      Freut mich, dass Du gute Erfahrungen mit dem Tee gemacht hast. Vielen Dank für diesen super Zusatz-Tip! Das werde ich auf jeden Fall mal testen 🙂

      Alles Liebe!
      Deine Anne

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